Was ist Reisstärke und wofür eignet sie sich?
Reisstärke ist die aus Reiskörnern gewonnene, weitgehend isolierte Stärke und von Natur aus glutenfrei. Das weiße, feine Pulver schmeckt nahezu neutral und wird zum Verdicken von Saucen, für Desserts und als Bestandteil glutenfreier Backwaren verwendet. Anders als Reismehl enthält Reisstärke nur noch sehr geringe Mengen der übrigen Bestandteile des Reiskorns.
Reisstärke auf einen Blick
Die wichtigsten Eigenschaften
- Ausgangsprodukt
- Reis
- Gluten
- Von Natur aus glutenfrei
- Geschmack
- Nahezu neutral
- Farbe
- Weiß
- Hauptfunktion
- Binden, verdicken, Textur beeinflussen
- Verwendung
- Saucen, Desserts, Gebäck, Mehlmischungen
- Besonderheit
- Sehr feine Stärke mit geringem Eigengeschmack
- Nicht verwechseln mit
- Reismehl und Klebreismehl
Was ist Reisstärke?
Reisstärke wird aus Reiskörnern gewonnen. Dabei trennt man die Stärke möglichst weit von Eiweiß und anderen Bestandteilen des Reises. Das Ergebnis ist ein feines, weißes Pulver, das hauptsächlich aus Kohlenhydraten besteht. Reisstärke gehört wie Mais- und Kartoffelstärke zu den Speisestärken. Sie wird vor allem wegen ihrer Fähigkeit eingesetzt, beim Erhitzen Flüssigkeit zu binden.
Ist Reisstärke glutenfrei?
Ja, reine Reisstärke ist von Natur aus glutenfrei. Reis gehört nicht zu den glutenhaltigen Getreidearten. Deshalb ist Reisstärke grundsätzlich für eine glutenfreie Ernährung geeignet. Bei Zöliakie sollte man dennoch auf mögliche Verunreinigungen achten und bevorzugt ausdrücklich glutenfrei gekennzeichnete Produkte kaufen. Das gilt insbesondere für fertige Backmischungen, bei denen neben Reisstärke weitere Zutaten enthalten sein können.
Reisstärke oder Reismehl: Was ist der Unterschied?
Reisstärke und Reismehl sind nicht dasselbe. Reismehl entsteht durch das Vermahlen von Reis. Reisstärke wird dagegen aus dem Reis herausgelöst und weitgehend von den übrigen Kornbestandteilen getrennt. Mehr zur Grundzutat findest du unter Reismehl. Während Reismehl häufig als Grundlage einer glutenfreien Mehlmischung dient, übernimmt Reisstärke überwiegend eine funktionelle Rolle.
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| Merkmal | Reisstärke | Reismehl |
|---|---|---|
| Ausgangsprodukt | Weitgehend isolierte Stärke | Gemahlener Reis |
| Beschaffenheit | Sehr fein und weiß | Je nach Sorte weiß bis beige |
| Bestandteile | Kaum Eiweiß oder Ballaststoffe | Enthält weitere Bestandteile des Korns |
| Typische Verwendung | Zum Verdicken und für Backmischungen | Für Pfannkuchen, Kuchen, Brot und Gebäck |
| Austauschbarkeit | Nicht immer 1:1 austauschbar | Nicht immer 1:1 austauschbar |
Wie schmeckt Reisstärke?
Reisstärke ist nahezu geschmacksneutral. Damit eignet sie sich besonders für Speisen, in denen kein zusätzlicher Mehlgeschmack erwünscht ist. Je nach Sorte, Konzentration und Zubereitung kann Reisstärke eine glatte, feine Konsistenz erzeugen.
Wofür verwendet man Reisstärke?
- Saucen: Zum geschmacksneutralen Andicken.
- Suppen: Für eine sämigere Konsistenz.
- Pudding und Desserts: Als stärkehaltiges Bindemittel.
- Kuchen und Kekse: Für feinere Teigstrukturen in geeigneten Rezepten.
- Glutenfreie Mehlmischungen: Zur Ergänzung anderer Mehle.
- Backwaren: Für eine gezielt angepasste Textur.
Muss man Reisstärke erhitzen?
Ja, gewöhnliche Reisstärke benötigt zum typischen Andicken Flüssigkeit und Wärme. Beim Erhitzen nehmen die Stärkekörner Wasser auf und quellen. Dadurch verdickt sich die Flüssigkeit. Für eine gleichmäßige Verarbeitung wird Reisstärke normalerweise zuerst in etwas kalter Flüssigkeit angerührt und anschließend zur heißen Speise gegeben.
Kann Reisstärke Weizenmehl ersetzen?
Nicht als vollständiger Ersatz in jedem Rezept. Reisstärke enthält kein Gluten und bildet deshalb kein elastisches Teiggerüst. Außerdem besitzt sie eine andere Nährstoffzusammensetzung als Getreidemehl. In glutenfreien Backwaren wird sie deshalb meist mit weiteren Mehlen kombiniert, beispielsweise Sorghummehl oder Reismehl.
Reisstärke oder Maisstärke: Was ist besser?
Beide Stärken sind von Natur aus glutenfrei, weitgehend geschmacksneutral und können Flüssigkeiten verdicken. Reisstärke wird unter anderem wegen ihrer feinen Textur geschätzt. Maisstärke ist eine weitverbreitete Standardstärke zum Binden und Backen. Welche Stärke das bessere Ergebnis liefert, hängt vom Rezept ab. Auch Reissorte, Herstellungsverfahren und Verarbeitungstemperatur beeinflussen die Konsistenz. Bei einfachen Saucen ist ein Austausch häufig möglich. Für empfindliche Backwaren oder Desserts ist eine erprobte Rezeptur sinnvoll.
Reisstärke: Nährwerte und Kalorien
Reisstärke besteht überwiegend aus Kohlenhydraten und enthält nur geringe Mengen anderer Nährstoffe. Nährwerte pro 100 g Beispiel: Werz Bio-Reisstärke, trocken. Die Angaben gelten für das genannte Produkt. Je nach Reinheit und Verarbeitung können andere Reisstärken abweichende Werte besitzen.
| Nährstoff | Menge |
|---|---|
| Energie | 366 kcal |
| Kohlenhydrate | 88 g |
| Eiweiß | 2 g |
| Fett | 0,7 g |
| Ballaststoffe | 0 g |
| Salz | 0,1 g |
Ist Reisstärke gesund?
Reisstärke ist vor allem eine funktionelle Küchenzutat. Sie liefert hauptsächlich Stärke und ist keine bedeutende Quelle für Ballaststoffe oder Eiweiß. Beim glutenfreien Backen kann sie helfen, eine gewünschte Konsistenz zu erzeugen. Für eine abwechslungsreiche Ernährung sollte sie aber nicht die einzige Grundlage glutenfreier Backwaren sein.
Reisstärke kaufen: Worauf sollte man achten?
- Produktbezeichnung: Reine Reisstärke von Reismehl und Klebreismehl unterscheiden.
- Glutenfrei-Kennzeichnung: Bei Zöliakie ausdrücklich geeignete Produkte bevorzugen.
- Zutatenliste: Prüfen, ob reine Stärke oder eine Fertigmischung enthalten ist.
- Mahlgrad: Auf ein feines, gleichmäßiges Pulver achten.
- Verwendung: Für Saucen und Backmischungen die Herstellerangaben beachten.
Wie lagert man Reisstärke?
Reisstärke sollte trocken, kühl, dunkel und luftdicht verschlossen aufbewahrt werden. Bei Feuchtigkeit kann das feine Pulver verklumpen. Eine saubere, gut schließende Vorratsdose ist nach dem Öffnen praktisch.
Häufige Fragen zu Reisstärke
Ist Reisstärke dasselbe wie Reismehl?
Nein. Reisstärke besteht überwiegend aus isolierter Stärke. Reismehl enthält dagegen weitere Bestandteile des Reiskorns.
Ist Reisstärke dasselbe wie Klebreismehl?
Nein. Klebreismehl entsteht durch das Mahlen von Klebreis. Reisstärke ist dagegen weitgehend isolierte Stärke. Beide Produkte können sich bei der Zubereitung unterschiedlich verhalten.
Kann ich Reisstärke durch Maisstärke ersetzen?
Bei einfachen Saucen ist das häufig möglich. Die Bindekraft und Konsistenz können jedoch abweichen, weshalb sensible Rezepte angepasst werden sollten.
Muss Reisstärke gekocht werden?
Gewöhnliche Reisstärke wird zum Binden ausreichend erhitzt. Kalt angerührte Stärke allein erzeugt noch nicht die typische Verdickung.
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Vergleiche Reisstärke mit Maisstärke, Kartoffelstärke und Tapiokastärke.




